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Service / Newsletter / Newsletter lesen / Heilbronn Newsletter Nr. 29 2010


Bundesgartenschau-Wettbewerb gestartet
 
Heilbronn ist auf dem Weg zur Bundesgartenschau 2019 und dem künftigen Stadtviertel auf dem Kerngelände der Schau einen wichtigen Schritt vorangekommen:
 
Der Gemeinderat beschloss in seiner heutigen Sitzung, den Landschaftsplanerischen Realisierungswettbewerb BUGA 2019 auszuloben, bei dem bis Frühjahr 2011 detaillierte Planungen für das Gartenschaugelände vorgelegt werden. Eine der Grundlagen für den Wettbewerb ist der "Städtebauliche Rahmenplan Neckarvorstadt", den das Gremium ebenfalls beschloss: In diesem Plan werden die Grundzüge des neuen Stadtviertels auf dem zentralen Fruchtschuppenareal beschrieben. Schließlich entschied der Gemeinderat noch über den künftigen Namen des Stadtteils: Den Arbeitstitel "Neckarvorstadt" wird der Name "Neckarbogen" ablösen.

In der Sitzung betonten die Redner die Chancen für die Heilbronner Stadtentwicklung durch die beiden Schlüsselprojekte Bundesgartenschau und Neckarbogen: Heilbronn entdecke neu seine Lage am Wasser, die Stadtteile westlich und östlich des Neckars würden durch ein attraktives Stadtviertel statt einer Bahnbrache richtig miteinander verknüpft.
 
Eine Veranstaltung mit bundesweiter Resonanz werde 2019 das I-Tüpfelchen dieser Entwicklung sein und das Gebiet für die Vermarktung überregional präsentieren.
Gleichzeitig würden die noch zu bewältigenden Herausforderungen nun offen liegen: vor allem ein hohes Maß an Investitionen vorwiegend in Verkehrsbauten, Lärmschutz und Bodensanierung, also die Infrastruktur für den künftigen Stadtteil, sowie ein ehrgeiziger Zeitplan, damit die BUGA diese Flächen nutzen kann.

Auslobung des Wettbewerbs
Der europaweit ausgeschriebene Bundesgartenschau-Wettbewerb soll Antworten auf zahlreichen Fragen geben:
In welchen Bereichen werden Dauergrünanlagen entwickelt, wie wird das Stadtviertel bis zur Aufsiedlung aussehen. Wo werden Anpflanzungen vorgenommen, wo sind Ausstellungshallen im Veranstaltungsjahr, wo Spielplätze und wo Veranstaltungs- und Gastronomie-Angebote eingeplant? Wie wird die Landschaft modelliert und wie soll die Wegeführung aussehen?
 
Erwartet werden erstmals konkrete Kosten: Bislang sind aufgrund der Erfahrungen anderer Buga-Städte die Investitionen für die Dauergrünanlagen mit rund 49 Millionen Euro berechnet worden. Und wie hoch sind die Kosten für die Anlagen außerhalb des Fruchtschuppenareals, die die Stadtteile verknüpfen?
Der Wettbewerb wird in einem offenen, zweiphasigen Verfahren ablaufen: Nach der europaweiten Auslobung können sich Landschaftsarchitekturbüros allein sowie in Arbeitsgemeinschaften mit Städteplanern oder Architekten frei bewerben. Die Vorentwürfe der ersten Phase bewertet ein Preisgericht zum Jahreswechsel 2010/2011.
Die besten, maximal 20 Beiträge werden dann von den jeweiligen Büros in einer zweiten Phase vertieft bearbeitet, im Mai 2011 soll die Jury dann die Gewinner des Wettbewerbs küren.

Stadtteil am Wasser
Der städtebauliche Rahmenplan für den Neckarbogen gibt Auskunft über die Art der Bebauung und die Verkehrserschließung, aber auch erste Ideen zur Landschaftsgestaltung
 
Die Planer von der Münchener Architektengemeinschaft Steidle/t17 schlagen für das rund 30 Hektar große Areal eine bis zu fünfgeschossige Bebauung mit grünen Innenhöfen sowie Reihenhäusern vor. Kleine Erschließungsstraßen führen in einem Rundkurs durch das Viertel, aber auch das Promenieren direkt an einer Marina /Jachthafen und an einem Freizeitsee ermöglichen. Ein Uferpark entlang des Neckars stellt die Verbindung zur Innenstadt her - insgesamt wird mit dem Neckarbogen ein neues Stadtviertel am Wasser entstehen.
Zu den Kernpunkten gehört auch die Verlegung der Kalistraße auf die andere Flussseite und der Bau der Westrandstraße entlang der Bahnlinie. Über die Zukunft der Kranenstraße soll später, eventuell nach einem Verkehrsversuch entschieden werden. Ein Großteil der Infrastruktur muss bis zur Bundesgartenschau 2019 hergestellt sein, da die Gartenschau nachhaltig schon erschlossene Flächen belegen soll.
 
Dabei ergeben sich für das neue Stadtviertel Kosten in Höhe von 138 Millionen Euro, abzüglich der zu erwartenden Zuschüsse müsste die Stadt rund 113 Millionen Euro aufbringen.
Bisher wurden - für den Grunderwerb - 17 Millionen Euro aufgewandt, abzüglich der Zuschüsse hat die Stadt 12 Millionen Euro investiert.
Nach 2019 müssen noch 18 Millionen Euro investiert werden, durch Grundstücksverkäufe soll sich allerdings ein Plus von 3 Millionen Euro ergeben.
In der Summe stehen für den "Neckarbogen" Ausgaben in Höhe von 174 Millionen Euro Einnahmen von 52 Millionen Euro gegenüber, so dass rund 122 Millionen Euro von der Stadt zu stemmen sind. In diesen Kosten sind bereits rund 18 Millionen Euro für die Daueranlagen der Bundesgartenschau enthalten.